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Riegelsberger Spielplatz-Gestaltungen im Dornröschen-Schlaf

Wir haben uns seit 2012 (!) in Riegelsberg eingesetzt, dass die Spielplätze professionell begutachtet und ein modernes Konzept zur Spielplatzgestaltung für 10.000 Euro erarbeitet wird, damit es später Schritt für Schritt in die Praxis umgesetzt werden kann.Wir wollen Spielplätze, die alle Altersstufen berücksichtigen.  Bis heute ist außer schönen Reden und die Einrichtung einer Spielplatz-Kommission im Ortsrat Riegelsberg nichts Sichtbares passiert.

Nun wurden Meldungen bekannt, dass in Püttlingen der Spielplatz an der Burg Bucherbach für 200.000 Euro saniert wird, davon fallen 33.000 Euro für Planungskosten an. Ursprünglich waren für den Umbau mit Landeszuschüssen 73.000 Euro geplant, nun haben sich die Fördermittel erfreulicherweise erhöht.

Dazu sagt Klaus Janke, Mitglied der LINKEN im Ortsrat: „Wenn für einen barrierefreien Spielplatz in Püttlingen insgesamt 200.000 Euro in die Sanierung fließen, nachdem ein Spielplatzkonzept erstellt und auch professionelle Planungsaufgaben vergeben wurden, dann sehen wir uns in unseren Vorschlägen bestätigt“, erklärt er. „Stattdessen müssen wir mit ansehen, wie die CDUSPD-Fraktion im Ortsrat seit Monaten im Tiefschlaf versunken ist. Unsere Vorschläge – und wenn sie noch so profund sind – werden erst mal per se grundsätzlich abgelehnt. Als wir im Sommer vergangenen Jahres dann sogar einen konkreten Vorschlag einer Konzeption machten, wurde arrogant darüber diskutiert, ob uns die CDUSPD-Fraktion im Ortsrat überhaupt einen Auftrag dafür erteilt hat. Das schien wichtiger gewesen zu sein. Seitdem haben wir nichts mehr in Sachen Spielplatzplanung gehört. Es ist wie immer: es wird viel geredet und nichts passiert.“ 

DIE LINKE wird aber nicht locker lassen. Wenn soviel Geld für andere Bauvorhaben vorhanden ist, dann muss es auch Geld und Zuschüsse für Riegelsberger Kinder geben!

Harsche Kritik an Mehrheit im Ortsrat

DIE LINKE im Riegelsberger Ortsrat übt harsche Kritik: „Wir hätten schon längst eine professionelle Planung für Riegelsberger Spielplätze haben können. Aber vor allem die CDU-Vertreter zieren sich und meinen schlauer zu sein und schlagen stattdessen wunderschöne Themen-Spielplätze vor“, beklagt Fraktionsvorsitzende Patricia Dillinger.

Klaus Janke verweist auch auf Heusweiler, denn auch dort sei 2013 eine Spielplatz-Konzeption erstellt worden, in der ermittelt worden sei, wo Familien mit Kindern wohnen und wie viele Kinder im Spielplatzalter seien. „Das ist wie in Püttlingen die richtige Vorgehensweise. Erst profund planen, dann die Finanzierung sichern, Zuschüsse beantragen und dann umbauen oder sanieren! Die CDUSPD-Fraktion im Riegelsberger Ortsrat dämmert dafür im Dornröschen-Schlaf fröhlich vor sich hin.“

Stattdessen werde erst einmal eine Kommission gegründet, die zwar den Zustand der Spielplätze gesichtet hat und ein Vertreter von Spielgeräteherstellern seitens des Ortsvorstehers Heiko Walter wurde eingeladen. „Das war im vergangenen Jahr! Diese Vertreter wollen Geräte verkaufen und sind Verkaufsprofis, aber keine Experten in Sachen einer notwendigen professionellen Spielplatz-Konzeption für Riegelsberg.
Und sichtbar passiert ist bis heute: Nichts! Wir fordern nun die Verwaltung auf, für eine zügige Umsetzung des von uns beantragten und im Haushalt 2016 genehmigten Spielplatz-Konzeptes zu sorgen, wenn das die CDUSPD-Ortsräte nicht schaffen.“



 

Spielplatz-Konzeption

Was wollen wir erreichen?

Die Spielplätze in unserer Gemeinde sind überwiegend vor langer Zeit entstanden.
Unser Ziel ist es, mit einer durchdachten Konzeption jeden Spielplatz fachlich auf den Prüfstand zu stellen: Genügt er noch den heutigen Ansprüchen und Erfordernissen, auch den gesetzlichen Auflagen? Wie sieht das Umfeld der jeweiligen Spielplätze aus? In welchem Radius ist der nächstgelegene Spielplatz für Kinder in welchem Alter gut erreichbar? Gibt es Spielgeräte für die Bedürfnisse von Kleinkindern aber auch für die 7-14jährigen? Für Jugendliche? Wohnen in der Umgebung eher ältere Menschen oder junge Leute? Ist es sinnvoll, den einen oder anderen Platz evtl. zu schließen zugunsten von Schwerpunkt-Spielplätze? Wie kann die Bevölkerung, Kinder und Jugendliche und Anwohner mit ihren Wünschen und Vorstellungen einbezogen werden?

 Diese und viele andere Fragen wollen wir mit einem sorgfältig ausgearbeiteten Spielplatzkonzept beantwortet wissen. Bevor man Änderungen vornimmt, muss alles gut durchdacht und geplant werden. Dafür gibt es Profis, die Spielplätze unter fachlichen Gesichtspunkten unter die Lupe nehmen, also eine sogenannte Ist-Analyse erstellen, die auch mit demographischen Daten untermauert sein sollte.

Vor allen weiteren Schritten wäre diese Erhebung ein Muss. Und erst danach könnten Schritt für Schritt gemeinsam mit Vereinen, Eltern, Anwohnern, Kindern und Jugendlichen der eine oder andere Spielplatz neu geplant, gestaltet oder „aufgepeppt“ werden. Und manchmal sind es nur kleine Dinge, die viel bewirken können.

Unseren Vorschlag können Sie detailliert HIER nachlesen.

Eklat im Ortsrat

In der Ortsratssitzung vom Juni 2016 stellte Ortsvorsteher Walter die Ergebnisse der Spielplatzkommission vor, die mittlerweile alle 16 Spielplätze besucht hat. Sein bebilderter Vortrag veranschaulichte die Situation sowie bereits eingeleitete Maßnahmen. Insgesamt seien alle 16 Spielplätze in einem ordentlichen Zustand; es seien jedoch untereinander nur geringe Unterschiede zu erkennen, weshalb man auch die Einrichtung sogenannter Themenspielplätze überlegen könne. Unsere Fraktion war nach wie vor der Meinung, dass unter Hinzuziehung von Experten und Bevölkerung ein zeitgemäßes Spielplatzkonzept zu erstellen sei. Seitens der CDU wurden wir darum gebeten mitzuteilen, wie wir uns die Erstellung des Spielplatzkonzeptes unter Einbeziehung von Experten vorstellen und sollten die ungefähren Kosten dafür ermitteln. Dies wurde im amtlichen Protokoll auch so festgehalten. Zur nächsten Sitzung sollte außerdem ein Firmenvertreter eingeladen werden.

In der Ortsratssitzung am 8. September 2016 waren wir überrascht, dass ein Vertreter einer Spielgerätefirma (!) eingeladen wurde. Dieser bot natürlich gleich an, ein Spielplatzkonzept zu erstellen. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Wir waren natürlich vorbereitet und Klaus Janke wollte im Anschluss des Spielgerätehersteller-Vortrages unser Konzept vorstellen. Unsere Fraktion hatte hierzu während der Sommermonate aufforderungsgemäß ein Vorschlagspapier für eine Konzepterstellung ausgearbeitet und es in der jüngsten Sitzung als Antrag in den Rat einbringen wollen. Hierbei versuchten allerdings CDU und SPD den Eindruck zu erwecken, dass sich die Linke sozusagen aus „Jux und Tollerei“ an die aufwändige Arbeit gemacht hatte. Ortsvorsteher Walter verneinte sogar, dass den Linken ein entsprechender Auftrag erteilt worden sei: „Die CDU hat die Linke mit Sicherheit nicht gebeten, ein Spielplatzkonzept zu erstellen.“ Im Protokoll steht das genaue Gegenteil. Klar, dass unser Antrag abgelehnt wurde.

Der Eklat gipfelte darin, dass nach Sitzungsschluß ein SPD-Ortsratsmitglied es als einen „Witz“ bezeichnete, der da offensichtlich von der CDU gemacht worden sei. Die Stelle, an der gelacht werden sollte, wurde nicht näher bezeichnet. Immerhin hatte die Linksfraktion im Riegelsberger Ortsrat in den Sommerferien viel Zeit und Mühe in die Ausarbeitung der fundierten Vorschläge gesteckt. Dies nicht um etwaige Bespaßungsversuche der CDU aus Vergnügungssucht heraus zeitlich zu strecken, sondern um konstruktiv unsere Heimatgemeinde voranzubringen. Und wenn eine CDU-Ratskollegin bemerkte, dass sie aus unserem Antrag herauslese, dass eine Fachkraft beauftragt werden soll, ein Spielplatzkonzept vorzustellen und das wäre doch durch den Vertreter des Spielgeräte-Herstellers passiert, zeigt sich das ganze Ausmaß der Ahnungslosigkeit. Wir sprechen von pädagogischen Fachkräften, die CDU von Firmenvertretern, die ihre Produkte verkaufen wollen. 

Patricia Dillinger und Klaus Janke
(Ortsräte der LINKEN im Ortsrat Riegelsberg)

 



Verbesserungsvorschläge der Linken im Ortsrat abgeschmettert

(C) Dieter Schmiedel

Geplante Aufwertung des Weihnachtsmarktes

Um die Gestaltung, Platzierung und Terminierung des alljährlich von der Gemeinde veranstalteten Weihnachtsmarktes und anderer Feste ging es in der vergangenen Sitzung des Riegelsberger Ortsrates. Wir wollten den Weihnachtsmarkt erneut auf die Tagesordnung rücken, weil wir als Linksfraktion zahlreiche Rückmeldungen aus der Bevölkerung erhielten. Hieraus resultierte unser Antrag, die Gestaltung und Durchführung des Weihnachtsmarktes zu verbessern. Nach dem neuen Konzept hätte der Markt  künftig am 2. Adventswochenende stattfinden sollen. Bisher lag man terminlich genau dort, wo auch der große Weihnachtsmarkt am Saarbrücker Schloss seine Pforten öffnet, zeitgleich mit dem Heusweiler Weihnachtsmarkt. Angesichts der seit Jahren rückläufigen Besucherzahlen sowie Standbetreiber kann sich der Riegelsberger Weihnachtsmarkt wohl nicht mehr richtig behaupten. Ein weiterer Grund dafür dürften auch die - gemessen am Attraktivitätspegel -  als zu hoch empfundenen Standgebühren sein. Die Linke hatte deswegen bereits früher angeregt, gemeindeseitig einheitliche Verkaufshäuschen anzuschaffen. Dieser Vorschlag war von den anderen Fraktionen begrüßt worden. Die anfallenden Investitionskosten würden sich wohl angesichts der bisherigen Mietkosten für die beiden Tagen rasch amortisieren.

Die Linke ist der Auffassung, dass es zumindest den Versuch wert ist, dem Weihnachtsmarkt auch durch eine räumliche Veränderung einen neuen Impuls zu geben.

Mehr:




Februar 2016: Installation eines Handlaufes an der Freitreppe vor der Einsegnungshalle

Manchmal sind es die kleinen Dinge, die für große Wirkung sorgen.
Die Linksfraktion im Ortsrat Riegelsberg hat die Installation eines weiteren Handlaufs in der Mitte der Freitreppe vor der Einsegnungshalle auf dem Waldfriedhof in Riegelsberg beantragt. Linken-Ortsrat Klaus Janke argumentierte, dass für ältere und gehbehinderte Mitbürger nämlich eine erhöhte Unfallgefahr durch mögliches Stolpern oder Ausrutschen an der Treppe vor der Einsegungshalle auf dem Waldfriedhof möglich und dies leider auch schon passiert sei.  

"Zwar sind an beiden Seiten dieser Treppe Handläufe installiert", so Klaus Janke, "welche jedoch durch die Trauergemeinde bei Bestattungen verdeckt werden. Das führte bisher dazu, dass Trauergäste, die in der Regel über den breiten Zugangsweg in Richtung Einsegnungshalle gehen, die Handläufe nicht sehen konnten und somit ohne die Möglichkeit des Festhaltens die Treppenstufen dann hochgingen oder sich hilfesuchend nach einer Stütze umsahen."

Daher schlug die Linksfraktion vor, einen weiteren Handlauf in der Mitte der Treppe anzubringen. Kleine Änderung - große Wirkung.
Die Gemeindeverwaltung wurde nun beauftragt zu prüfen, ob das machbar ist und wenn ja, wieviel diese Investition kostet. Das Ergebnis wird dann dem Ortsrat zur Entscheidung vorlegen.

Hoffen wir mal, dass dies nun zügig geht.