Zurück zur Startseite

Riegelsberger Wochenmarkt wieder beleben!

Schön, dass der Markt endlich wieder auf seinen traditionellen Bestimmungsort zurückkehren darf. Leider ist festzustellen, dass der Wochenmarkt seit Beginn der Bauarbeiten, vor mehr als zwei Jahren, inzwischen deutlich an Renommee verloren hat.

Von einem Wochenmarktsgeschehen im herkömmlichen Sinne kann nicht mehr die Rede sein. Dies ist äußert bedauerlich aber unserer Auffassung nach keineswegs unabänderlich.

Nun einfach erst einmal abzuwarten, ob und wie sich das Ganze künftig wieder verbessern wird wäre unklug. Es erscheint vielmehr dringend geboten die Neu- und Voran-Entwicklung des Riegelsberger Wochenmarktes geschickt zu unterstützen. Denn alleine auf etwaige Selbstheilungskräfte zu vertrauen, nur weil jetzt wieder ein vernünftiger Standort zur Verfügung steht, halten wir für nicht ausreichend. Deshalb kann es mit Sicherheit nicht schaden, wenn man einer Wiedergenesung aktiv behilflich ist. Zumal die Rückgewinnung abgewanderter Händler heutzutage alles andere als selbstverständlich ist. Die suchen sich naturgemäß die besten Plätze und wo diese gefunden sind, da wird auch geblieben. Zudem fehlt es inzwischen auch der Markthändlerbranche an ausreichend Nachwuchs. Beide Phänomene sind bundesweit und sogar von höchst populären Standorten aus festzustellen.  Fazit: Sowohl für potenzielle Händler, als auch für die Kundschaft muss der Riegelsberger Wochenmarkt sich wieder lohnen.

 Deshalb beantragen wir die Bildung einer konzeptionellen Kommission, unter Beteiligung und Einbindung der Verwaltung, mit ihrem Fachpersonal.

Eine der Aufgabenstellungen wäre unter anderem, sich mit einem generell veränderten Kaufverhalten und etwaigen weiteren schädlichen Umständen zu beschäftigen und daraus Verbesserungsvorschläge und idealerweise umsetzungsfähige Ideen zu entwickeln. Ziel der Kommission wäre es insgesamt, unterstützend für eine Attraktivitätssteigerung zu sorgen. Herbeiführen ließe sich so etwas gemäß erster Überlegungen (bzw. Anregungen auch von Seiten der Marktplatznahen Geschäfte und Lokale) unter anderem durch eine gute Durchmischung und eine gesteigerte Vielfalt des Wochenmarktangebotes. Angeregt sind beispielsweise auch Sonderaktionen, wie etwa die Ausrichtung eines Handwerkermarktes, eines Jahrmarktes, oder vielleicht auch eines Flohmarktes (vierteljährlich).    

Mit einem Pfund kann Riegelsberg gegenüber den Umlandgemeinden schon jetzt wuchern: der Marktplatz ist für die Verkehrsteilnehmer auf der Ortsdurchfahrt umfassend einsehbar. Insbesondere die Nutzer der Saarbahn nehmen genau wahr, ob und was sich auf dem Platz so tut. Gelingt es daher, sehr zeitnahe zum Rückverlegungszeitpunkt (der ja bereits gestern stattgefunden hat), wieder eine höhere Anzahl an Ständen und Verkaufswagen auf den Platz zu holen, möglichst sogar noch ein paar mehr als vor Baubeginn, dann wird sich das durch die prominente Lage des neugestalteten Marktplatzes sehr schnell in der Außenwahrnehmung verankern.  

Gegensätzlich gesehen würde aber auch genauso rasch wahrgenommen, dass auf dem neuen/alten Standort offenbar nach wie vor „nix los“ ist, wenn sich über einen längeren Zeitraum auf dem Wochenmarkt kaum Wesentliches zum Positiven verändern würde.  Andernorts schon vielfach gewonnene Erfahrungswerte besagen, dass es umso schwieriger wird, einem Wochenmarkt wieder zu Attraktivität zu verhelfen, je länger es dauert, bis für (Wieder-)Belebung gesorgt ist.

Deshalb sind wir mit Sicherheit gut beraten, jetzt so schnell wie möglich dafür zu sorgen, dass der Riegelsberger Wochenmarkt seine Magnetwirkung so schnell wie möglich wieder steigern kann.

Ein alter Spruch unter Marktbeschickern lautet übrigens: „Je mehr Händler da sind, desto mehr Leute kommen“.  Und diese hellwachen Frühaufsteher dürften sich ja nun wirklich auskennen.

*********************************************************************

Diesen Antrag brachten wir in den Ortsrat ein. Und hier die Reaktion darauf - die Berichterstattung in der SZ gab wider, was dann passierte: